Online-Informationsveranstaltung am 20.01.2022

2022 wird das Entscheidungsjahr für den Kiebitzgrund. Welche Großprojekte werden die Region treffen? Die Fulda-Main-Leitung wird nach wie vor heiß diskutiert und daher ist es ratsam, sich auch über die negativen Auswirkungen dieser 380 kV Leitung zu informieren. Immer häufiger wird die Notwendigkeit des geplanten Übertragungsnetzausbaus hinterfragt, denn für die Energiewende sind vor allem dezentrale Energiekonzepte der Schlüssel zum Erfolg.

Erneut bietet das Aktionsbündnis der Trassengegner einen Informationsabend an und gibt damit Betroffenen entlang der geplanten großen Stromtrassen eine Stimme, um auf die konkreten Probleme für Gemeinden, Landwirte und Grundstücksbesitzer aufmerksam zu machen.

„Zutritt für Tennet, Amprion und Co. zulassen?“

Online-Informationsabend am Donnerstag, 20. Januar 2022 um 19:00 Uhr

mit Rechtsanwalt Wolfgang Baumann
und Dr. Werner Neumann (Sprecher des Arbeitskreis Energie im wissenschaftlichen Beirat des BUND e.V.)

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Bitte mit Klarnamen teilnehmen. Link zur Veranstaltung:
https://zoom.us/j/92286887854?pwd=NnRxVENSbGtOL1lPK3paWllpYzlCdz09

Aktuell laufen entlang zahlreicher geplanter Stromtrassen Kartierungsarbeiten, Bodenuntersuchungen und weitere Vorarbeiten durch die Übertragungsnetzbetreiber. Ein Großteil der Betroffenen fühlt sich angesichts zahlreicher Fragestellungen, die mit dem Stromleitungsbau entstehen, alleine gelassen von den Vertretern aus Landes- und Bundespolitik. Denn die politischen Entscheidungsträger entziehen sich der Diskussion um den Sinn des massiven Netzausbaus, obwohl anhand aktueller energiepolitischer Entwicklungen mehr denn je deutlich wird, dass die Trassen-Planungen den europäischen Handel mit Atom- und Kohlestrom stärken.

Die Auswirkungen der Großprojekte würden massiv sein: Die Menschen vor Ort sehen sich Problemen gegenübergestellt wie abgeholzten Wäldern, einem zerstörtem Bodenleben, einer gefährdeten Trinkwasserversorgung, der drohenden Verschmutzung des Grundwassers und vielen weiteren. Dies scheint bislang kaum im öffentlichen Bewusstsein angekommen zu sein, denn Informationen und fundierte, abgeschlossene Forschungsprojekte zu den möglichen Umweltgefahren existieren kaum.

Vielen Betroffenen ist nicht bekannt, dass sie sich gegen Vorarbeiten für den Leitungsbau gegebenenfalls zur Wehr setzen können. Wann und warum dies wichtig ist, was es nützen kann und warum der geplante Übertragungsnetzausbau der Energiewende, dem Klimaschutz und Mensch und Umwelt schadet, erklären die Experten. Referent für die rechtlichen Fragen ist der Würzburger Rechtsanwalt Wolfgang Baumann.

Die Veranstaltung richtet sich nicht nur an Grundbesitzer und Pächter entlang der geplanten großen Trassen – Südlink, Südostlink, Ultranet, Fulda-Main-Leitung P43, Juraleitung P53, Ostbayernring und weitere -, sondern auch an all diejenigen, die sich für das Thema Stromnetzausbau und Energiewende interessieren. Dr. Werner Neumann, Sprecher des Arbeitskreis Energie im wissenschaftlichen Beirat des BUND e.V., wird in einem Impulsvortrag die Position des Umweltverbandes darstellen.