Mehr als 10 Jahre Trassenwiderstand haben den Kiebitzgrund vor SuedLink und Fulda-Main-Leitung verschont, doch mit der gebündelten Trassenführung von Nordwest-Link und SuedWest-Link scheint uns nun der Netzausbauwahnsinn endgültig zu treffen.
Bis heute – 14.01.2026, 23.59 Uhr – ist die Abgabe einer Stellungnahme zum 1. Entwurf des Netzentwicklungsplans möglich.
Die Stellungnahme des Bundesverbandes der Bürgerinitiativen gegen SuedLink zeigt auf, welche dramatischen Umweltbelastungen bereits jetzt zu erwarten sind. Sollten die neuen HGÜ-Trassen tatsächlich gebaut werden und sich an der Trassenführung nichts ändern, wäre auch der Kiebitzgrund davon stark betroffen.
2026-01-12 Stellungnahme NEP 2037-2045(2025)_1. Entwurf ÜNB_web
Derzeit sind die künftigen Trassen-Planungen ausgesetzt, da man auf das politische OK für die Rückkehr zum Vorrang für HGÜ-Freileitungen wartet. Für den Kiebitzgrund hätte dies verheerende Auswirkungen in allen Ortsteilen. Die Bundesnetzagentur (BNetzA) wird den Entwurf der Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) prüfen und im Herbst den endgültigen NEP vorstellen, der nach einer weiteren Konsultation – auch mit Öffentlichkeitsbeteiligung – entscheidend für den Bundesbedarfsplan (BBPlG) sein wird.
Widerstand gegen die Trassenplanungen kann nur gemeinsam gelingen. Das heißt, alle Bürger:innen sind gefordert. Die Sprecherin des Aktionsbündnisses Trassengegner hat dies treffend formuliert:
„…Vom Sofa aus lassen sich die Projekte nicht verhindern, von der Straße aus schon.“

