{"id":2161,"date":"2015-04-18T11:07:44","date_gmt":"2015-04-18T09:07:44","guid":{"rendered":"http:\/\/kiebitzgrund-aktiv.de\/?p=2161"},"modified":"2015-04-18T11:07:44","modified_gmt":"2015-04-18T09:07:44","slug":"unternehmerverband-will-suedlink","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kiebitzgrund-aktiv.de\/?p=2161","title":{"rendered":"Unternehmerverband will SuedLink!"},"content":{"rendered":"<p>Seit Monaten k\u00e4mpfen wir um eine konstruktive Beteiligung am SuedLink-Entscheidungsprozess und recherchieren ausf\u00fchrlich und zukunftsorientiert zum Thema. Daher bedeutet die neueste <a href=\"http:\/\/vhu.de\/vhu\/home\/presse\/meldungen\/vhu-energieforum_stromnetzausbau_warum_suedlink.de.html\">Erkl\u00e4rung der Vereinigung hessischer Unternehmerverb\u00e4nde<\/a> einen Schlag ins Gesicht f\u00fcr jede B\u00fcrgerinitiative und die betroffene Bev\u00f6lkerung. Was will man mit dieser ausdr\u00fccklichen Bef\u00fcrwortung der SuedLink-Trasse, noch dazu in Freileitungsbauweise bezwecken? Welche Motive liegen hinter dieser Positionierung?<\/p>\n<p>Sich bei der Planung ausschlie\u00dflich auf den Freileitungsbau zu beschr\u00e4nken, mit Teilverkabelung in minimalen Streckenabschnitten, kann hier nicht als wirtschaftliches Denken im Sinne des Allgemeinwohls betrachtet werden. Der Politik ist vorzuwerfen, dass sie inzwischen wirtschaftsgesteuert entscheidet und nicht mehr an den Bed\u00fcrfnissen der W\u00e4hler und W\u00e4hlerinnen orientiert ist. Fehleinsch\u00e4tzungen der Sachlage f\u00fchren zu Vertrauensverlust, Ignoranz gegen\u00fcber der Bedenken zu Ablehnung. Finanziell wird der Netzausbau von der \u00d6ffentlichkeit getragen, energieintensive Unternehmen werden vorsorglich unterst\u00fctzt, um den Industriestandort Deutschland nicht zu gef\u00e4hrden. Den Menschen wird \u201ezum besseren Verst\u00e4ndnis\u201c das Schreckgespenst Arbeitslosigkeit vorgehalten.<\/p>\n<p>Alte Denkmuster &#8211; Windstrom von Nord nach S\u00fcd &#8211; haben schon lange keine G\u00fcltigkeit mehr, auch seit dem eindeutig feststeht, dass Bundesregierung und Bundesnetzagentur folgende Gewichtung vorantreiben: Stromproduktion dann Stromhandel und dann die Frage nach dem Stromverbrauch. Das bedeutet im Umkehrschluss, f\u00fcr die Versorgungssicherheit in Deutschland eignen sich auch andere Stromnetz-Ausbaumodelle als die SuedLink-Trasse. Deutschland ist nicht gef\u00e4hrdet, bei uns gehen die Lichter nicht aus! Daher unsere aktuelle Anfrage an die Vereinigung der Hessischen Unternehmerverb\u00e4nde mit der Bitte um Weiterleitung an Herrn Bartholom\u00e4us, den Vorsitzenden des Energieausschusses der VhU:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em><strong>Sehr geehrter Herr Bartholom\u00e4us,<\/strong><\/em><br \/>\n<em> <strong>sehr geehrte Damen und Herren,<\/strong><\/em><\/p>\n<div><em>mit Befremden haben wir die Presseerkl\u00e4rung der VhU zum Thema SuedLink gelesen und m\u00f6chten diese nicht unkommentiert lassen.<\/em><\/div>\n<p><em>Die Integration der Erneuerbaren Energien und der Ausstieg aus der Kernenergie werden als Dringlichkeitsgrund f\u00fcr den z\u00fcgigen Netzausbau genannt.<\/em><\/p>\n<div><em><em>Von Seiten der Politik wurde erkannt, dass die Energiewende nur mit den Menschen und nicht gegen sie gelingen kann. Zahlreiche B\u00fcrgerinitiativen entlang der SuedLink-Trasse, die Gemeinden und Landkreise, Politiker aller Parteien haben durch Ihre Fragen und Einw\u00e4nde erreicht, dass \u00dcNB TenneT den Antrag zu diesem Netzausbauprojekt \u00fcberarbeiten muss. Von Seiten der BNetzA wurden bereits erhebliche Planungsm\u00e4ngel beanstandet. F\u00fcr uns B\u00fcrgerInnen gilt auch: Solange der Bedarf an dieser Trasse nicht zweifelsfrei und von unabh\u00e4ngiger Seite gekl\u00e4rt worden ist und es kein schl\u00fcssiges Gesamtkonzept f\u00fcr die Energiewende in Deutschland gibt, werden wir diese gigantische Infrastrukturma\u00dfnahme ablehnen.Wir w\u00fcrden es begr\u00fc\u00dfen, wenn auch Sie einen Beitrag zum B\u00fcrgerdialog leisten w\u00fcrden und eine Stellungnahme zu folgenden Punkten abgeben:<\/em><\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>SuedLink ist ein Pilotprojekt und es gab in Deutschland noch nie einen Freileitungsbau in dieser Gr\u00f6\u00dfenordnung, k\u00f6nnen sie uns eine Garantie daf\u00fcr geben, dass diese HG\u00dc-Leitungen gesundheitlich unbedenklich sind?<\/em><\/li>\n<li><em>Wie setzen Sie sich daf\u00fcr ein, dass zumindest ein rechtlich verbindlicher Mindestabstand zur Bebauung von 400 Metern gew\u00e4hrleistet wird, wenn Sie sich schon so deutlich f\u00fcr Freileitungen positionieren?<\/em><\/li>\n<li><em>Wie sch\u00e4tzen Sie den Wertverlust unserer H\u00e4user ein, der bei Trassenbau in unmittelbarer N\u00e4he von Immobilienmaklern mit mindestens 20% angesetzt wird?<\/em><\/li>\n<li><em>Wer einmal in der Lausitz war wei\u00df, welche verheerenden Auswirkungen der Kohleabbau f\u00fcr die Menschen der Region hat. Auch SuedLink w\u00fcrde zu einem beachtlichen Teil &#8211; ca. 40%! &#8211; Kohlestrom transportieren, wie vereinbaren SIe dies mit der angestrebten Energiewende?<\/em><\/li>\n<li><em>Die Energiewende wird ohne Speichertechnologie nicht funktionieren. Auf der Hannover Messe konnte man sich u.a. \u00fcber die neuesten Fortschritte im Bereich Power-to-Gas informieren. Wieso wird in der Pressemitteilung der VhU diese zukunftsorientierte Technologie weder erw\u00e4hnt noch bewertet?<\/em><\/li>\n<li><em>Hochmoderne Gaskraftwerke m\u00fcssen stillgelegt werden, da die Rahmenbedingungen f\u00fcr den Betrieb unwirtschaftlich sind, aber gleichzeitig sollen neue Kohlekraftwerke gebaut werden &#8211; wie w\u00fcrden Sie entscheiden?<\/em><\/li>\n<li><em>Wenn man den l\u00e4nder\u00fcbergreifenden Stromhandel, nat\u00fcrlich inklusive Atomstrom und Kohlestrom aus dem Ausland, als vorrangige Aufgabe des Strom-\u00dcbertragungsnetzes sieht und man Deutschland zum Transitland f\u00fcr dieses Gesch\u00e4ftsmodell degradieren m\u00f6chte, dann erlauben SIe die Frage: Was hat dies mit Versorgungssicherheit, mit Ausbau dezentraler Energieversorgung und Energiewende zu tun?<\/em><\/li>\n<li><em>Sollen Landschafts- und Naturschutz in Zukunft keine Rolle mehr spielen, damit man sich aus wirtschaftlichen Interessen frei an den Ressourcen unseres Landes bedienen kann?<\/em><\/li>\n<li><em>Wie sehen Sie Ihre Verantwortung gegen\u00fcber nachfolgenden Generationen? Sind der Wunsch nach Macht und Gewinnstreben die Maxime allen Handelns?<\/em><\/li>\n<li><em>Die Kosten des Netzausbaus werden wir als Stromverbraucher zum gr\u00f6\u00dften Teil selber tragen m\u00fcssen, haben wir da nicht auch das Recht auf Mitsprache?<\/em><\/li>\n<li><em>Wenn man diese Milliarden in Forschung f\u00fcr menschen- und umweltfreundlichere Technologien investieren w\u00fcrde und dadurch die Akzeptanz in der Bev\u00f6lkerung auch f\u00fcr einige Cent Mehrkosten beim Strompreis vorhanden w\u00e4re, warum Stahlunget\u00fcme quer durch Deutschland bauen?<\/em><\/li>\n<li><em>SuedLink ist unseres Wissens nach nicht\u00a0 EU-gef\u00f6rdert, nur als PCI ausgewiesen. Wer rechtfertigt die hohen Kosten f\u00fcr diesen \u00fcberdimensionierten Netzausbau, der nicht f\u00fcr die Versorgungssicherheit Deutschlands ben\u00f6tigt wird, dezentrale und umweltfreundliche Energiemodelle behindert und eine ehrliche Energiewende zum Scheitern verurteilt?<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<div>\n<p><em>Wir w\u00fcrden uns freuen, wenn Sie uns diese Fragen zum besseren Verst\u00e4ndnis Ihrer Positionierung zu SuedLink beantworten w\u00fcrden. Nat\u00fcrlich sind die hessischen B\u00fcrgerinitiativen immer f\u00fcr ein offenes Gespr\u00e4ch und eine faire Diskussion zum Thema bereit.<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p>So weit, so gut &#8211; wir sind gespannt, ob wir auch eine Antwort bekommen werden. Nat\u00fcrlich freuen wir uns genauso \u00fcber Stellungnahmen einzelner Unternehmerverb\u00e4nde zum Tema SuedLink und eine entsprechende Erkl\u00e4rung, ob das Statement von Herrn Bartholom\u00e4us tats\u00e4chlich der Meinung der Mehrheit entspricht.<\/p>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit Monaten k\u00e4mpfen wir um eine konstruktive Beteiligung am SuedLink-Entscheidungsprozess und recherchieren ausf\u00fchrlich und zukunftsorientiert zum Thema. Daher bedeutet die neueste Erkl\u00e4rung der Vereinigung hessischer Unternehmerverb\u00e4nde einen Schlag ins Gesicht f\u00fcr jede B\u00fcrgerinitiative und die betroffene Bev\u00f6lkerung. Was will man mit dieser ausdr\u00fccklichen Bef\u00fcrwortung der SuedLink-Trasse, noch dazu in Freileitungsbauweise bezwecken? 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