{"id":2001,"date":"2015-03-15T21:17:58","date_gmt":"2015-03-15T20:17:58","guid":{"rendered":"http:\/\/kiebitzgrund-aktiv.de\/?p=2001"},"modified":"2015-08-09T15:19:42","modified_gmt":"2015-08-09T13:19:42","slug":"ergebnis-bi-konvent-weiter-so","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kiebitzgrund-aktiv.de\/?p=2001","title":{"rendered":"Ergebnis BI Konvent? Weiter so!"},"content":{"rendered":"<p>Es war ein Erfolg, dar\u00fcber waren sich alle Beteiligten einig. Der Konvent der B\u00fcrgerinitiativen in Fulda war die erste Veranstaltung dieser Art im Osthessischen Raum. Die anwesenden Vertreter aller Fachbereiche von Politik, Verwaltung \u00fcber Wirtschaft und Wissenschaft stellten sich den Fragen des Publikums und die knapp 300 Teilnehmer nahmen die M\u00f6glichkeit zur Information auch gerne wahr. Das Thema SuedLink erh\u00e4lt immer mehr an Dynamik und f\u00fcr die Arbeit der B\u00fcrgerinitiativen gab es auch Anerkennung von Seiten der TU Ilmenau, die zurzeit eine wissenschaftliche Studie zum Thema durchf\u00fchrt.\u00a0Dipl.-Medienwiss. Marco Br\u00e4uer war selbst am Konvent in Fulda anwesend und sah sich durch die aus dieser Veranstaltung gewonnenen Eindr\u00fccke veranlasst die Frist zur Umfrage zu verl\u00e4ngern.<\/p>\n<blockquote><p>&#8230;als aktive Mitglieder und Mitstreiter in B\u00fcrgerinitiativen tragen Sie dazu bei, dass die Interessen der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger im Themenfeld <strong>Ausbau der Stromtrassen (Netzausbau)<\/strong>\u00a0von der \u00d6ffentlichkeit und von den politisch Verantwortlichen\u00a0wahrgenommen werden. \u00dcber Ihre\u00a0Meinungen und Einsch\u00e4tzungen\u00a0m\u00f6chten wir, eine Forschergruppe der Technischen Universit\u00e4t Ilmenau, im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie mehr erfahren,\u00a0denn die B\u00fcrgerbeteiligung ist f\u00fcr die Demokratie von gro\u00dfer Bedeutung.<\/p><\/blockquote>\n<p><span style=\"color: #008000;\">Fazit Politik:<\/span><\/p>\n<p>Dem OB Wahlkampf\u00a0in Fulda geschuldet, waren auch alle politischen Fraktionen stark pr\u00e4sent, allerdings h\u00e4tte man sich gew\u00fcnscht, etwas l\u00e4nger die Gelegenheit zum Gespr\u00e4ch zu finden. Was auch Bernd Herbold vom Hessischen Landesverband der B\u00fcrgerinitiativen gegen SuedLink in seinem k\u00e4mpferischen Gru\u00dfwort deutlich zum Ausdruck brachte. Viel Zeit nahm sich jedoch Herr Vogel, B\u00fcrgermeister von Motten und Vorsitzender des Vereins &#8222;Rh\u00f6nLink e.V.&#8220;, sein Engagement gegen SuedLink ist beispielhaft und so setzte er in seiner engagierten Rede ein deutliches Zeichen zur bayerischen Position im geplanten Stromnetzausbau. Am Energiedialog in Bayern war er aktiv beteiligt und seine Aussage zum weiterhin nicht festgestellten Bedarf der Stromtrasse SuedLink sollte ein Signal f\u00fcr unsere B\u00fcrgerinitiativenarbeit sein: Wenn das OB nicht gekl\u00e4rt ist, brauchen wir \u00fcber das WO und WIE nicht zu sprechen. Recht hat der Mann!<\/p>\n<p>W\u00e4hrend sich Bundes- und Landtagsabgeordente von CDU, SPD und FDP teilweise in altbew\u00e4hrter Manier gegenseitig die Verantwortung f\u00fcr die ungekl\u00e4rte und verwirrende Haltung zum Thema Mindestabstand gaben, war Frau Schott von der Partei DIE LINKE klar positioniert. SuedLink behindert die Energiewende und unterst\u00fctzt die fossilen Kohletechniken. Mit dem Ausbau der Starkstromnetzte w\u00fcrde die\u00a0 Anbindung von Braun- und Steinkohlekraftwerken an das europ\u00e4ische Energiesystem weiter gest\u00e4rkt. Frau Schott sieht dies als einen Schritt in die falsche Richtung und fordert den Aus- und Aufbau dezentraler Energieerzeugung, mit F\u00f6rderung von Forschung und Entwicklung von Speichertechnologien und Kraft-W\u00e4rme-Kopplung.<\/p>\n<p><span style=\"color: #008000;\">Fazit Wirtschaft:<\/span><\/p>\n<p>Die Thematik Erdverkabelung wurde durch die Firma\u00a0 ABB und das Planungsb\u00fcro Infranetz abgedeckt. M\u00f6glichkeiten und Chancen\u00a0 dieser Alternative zum Freileitungsbau sind dort interessant, wo man im Zuge von Netzverst\u00e4rkung bestehende Stromtrassen\u00a0 unter die Erde bringen k\u00f6nnte. ABB machte gleichzeitig deutlich, dass man bei SuedLink nicht von einer Vollverkabelung ausgehe und diese M\u00f6glichkeit auch nicht beleuchte. Ein R\u00fcckschlag f\u00fcr alle Erdkabel-Fans, aber ein Grund mehr den SuedLink weiterhin in Frage zu stellen. Unterschiedliche Standpunkte zwischen Herrn Rennert von Infranetz und der Bundesnetzagentur sorgten f\u00fcr Unmuts\u00e4u\u00dferungen aus dem Publikum, denn der Versuch eines Vertreters der BNetzA Wechselstrom- bzw. Gleichstrom\u00fcbertragung miteinander zu verkn\u00fcpfen und dadurch gezielte Fehlinformationen zu streuen, scheiterte bereits im Ansatz. Das ist engagierte B\u00fcrgerbeteiligung und alle Entscheidungstr\u00e4ger sollten sich dar\u00fcber im Klaren sein, dass man den B\u00fcrgerinitiativen nichts mehr vormachen kann.<strong><br \/>\nInfranetz :\u00a0\u00a0<\/strong><a href=\"http:\/\/kiebitzgrund-aktiv.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/Infranetz-Systembeschreibung-vom-09.08.15.pdf\">Infranetz Systembeschreibung vom 09.08.15<\/a> (auf Wunsch der Fa. Infranetz wurde der urspr\u00fcngliche Vortrag durch aktuelle Daten ersetzt)<br \/>\n<strong>ABB:<\/strong> <a href=\"http:\/\/www.bifuldatal.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/2015-03-14_ABB_HG%C3%9CErdverkabelung.pdf\">2015-03-14 Erdverkabelung im Bereich HG\u00dc-Leitungen<\/a><\/p>\n<p><span style=\"color: #008000;\">Fazit Verwaltung:<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p>Dr. Serong, Fachbereichsleiter bei der Bundesnetzagentur f\u00fcr SuedLink, war in seinem Vortrag bem\u00fcht, den Bedarf f\u00fcr die Trasse als gegeben festzustellen, allerdings konnte er sich nur darauf berufen, dass die Politik in der Verantwortung stehe und nicht die Bundesnetzagentur als zust\u00e4ndige Beh\u00f6rde. Gleichzeitig beteuerte er aber, dass sich die BNetzA verantwortungsbewusst mit den Hinweisen und Eingaben von Seiten der Bev\u00f6lkerung und der Tr\u00e4ger \u00f6ffentlicher Belange auseinandersetzen werde und eine sorgf\u00e4ltige Pr\u00fcfung aller Einspr\u00fcche garantiere. Herr Dr. Serong und seine Mitarbeiter waren im anschlie\u00dfenden Workshop gefragte Ansprechpartner und so hatten viele interessierte B\u00fcrger die M\u00f6glichkeit zum pers\u00f6nlichen Gespr\u00e4ch.<br \/>\n<strong>Dr. Jochen Patt:<\/strong>\u00a0\u00a0 <a href=\"http:\/\/kiebitzgrund-aktiv.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/2015-03-14-Bedarf-und-Notwendingkeit-von-Suedlink.pdf\">2015-03-14 Bedarf und Notwendingkeit von Suedlink<\/a><br \/>\n<strong>Dr. Sven Serong:<\/strong>\u00a0\u00a0 <a href=\"http:\/\/kiebitzgrund-aktiv.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/2015-03-14-Stand-der-Bundesfachplanung.pdf\">2015-03-14 Stand der Bundesfachplanung<\/a><\/p>\n<p><span style=\"color: #008000;\">Fazit Wissenschaft:<\/span><\/p>\n<p>\u00dcber die negativen gesundheitlichen Auswirkungen einer HG\u00dc-Trasse konnte Prof. Dr. Martin die interessierten B\u00fcrger\/innen informieren und gleichzeitig davor warnen. Vielen von uns bleibt es nach diesem Vortrag r\u00e4tselhaft, wie man bei der Planung neuer H\u00f6chststromtrassen so nachl\u00e4ssig mit der Gesundheit von Menschen umgehen kann. Besorgnis erregend auch das Statement, sobald man erkenne, dass Grenzwerte bei bestimmten Projekten nicht eingehalten werden k\u00f6nnen, werden sie teilweise einfach h\u00f6her angesetzt. 400 m Mindestabstand\u00a0 zur Bebauung empfiehlt\u00a0 Prof. Dr. Martin in jedem Fall bei Freileitungen, also auch im Au\u00dfenbereich f\u00fcr Einzelbebauung. Dies sollte vor allem f\u00fcr die Entscheidungstr\u00e4ger bei SuedLink ein weiterer Grund sein, die gesundheitlichen Bedenken ernst zu nehmen.<br \/>\n<strong>Prof. Hans Martin:<\/strong> 2015-03-14<a href=\"http:\/\/kiebitzgrund-aktiv.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Fulda-Darstellung-gesundheitlicher-Gef\u00e4hrdungen-von-elektr.-und-magn.-Feldern-14.3.15-V2.ppt\"> gesundheitliche Gef\u00e4hrdungen von elektr. und magn. Feldern<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #008000;\">Fazit B\u00fcrgerbeteiligung:<\/span><\/p>\n<p>Diejenigen, die am Samstag den Weg in die Orangerie gefunden hatten, konnten sich von aktiver B\u00fcrgerinitiativenarbeit \u00fcberzeugen und die seltene Gelegenheit wahrnehmen, direkt vor Ort mit Bundesnetzagentur und Politik \u00fcber die Missst\u00e4nde in der bisherigen Informationspolitik der Fa. TenneT zu diskutieren und den eigenen Forderungen Nachdruck zu verleihen. Es ist noch ein weiter Weg, bis alle Fachbereiche den optimalen L\u00f6sungsansatz f\u00fcr eine b\u00fcrgerfreundliche Energiewende finden, aber der Konvent in Fulda hat gezeigt, dass auch wir als betroffene B\u00fcrger\/innen\u00a0 eine Stimme haben k\u00f6nnen, wenn wir bereit sind, unsere Verantwortung konstruktiv wahrzunehmen.<\/p>\n<p>Der BI Fuldatal und der Stadt Fulda bleibt f\u00fcr die Organisation der Veranstaltung zu danken und f\u00fcr die B\u00fcrgerinitiativen w\u00fcnschen wir uns in Zukunft noch mehr engagierte Mitarbeiter\/innen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #008000;\"><em>Beitragsaktualisierung: 09.08.2015<\/em><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es war ein Erfolg, dar\u00fcber waren sich alle Beteiligten einig. Der Konvent der B\u00fcrgerinitiativen in Fulda war die erste Veranstaltung dieser Art im Osthessischen Raum. 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