{"id":1970,"date":"2015-03-25T20:56:45","date_gmt":"2015-03-25T19:56:45","guid":{"rendered":"http:\/\/kiebitzgrund-aktiv.de\/?p=1970"},"modified":"2015-03-27T07:56:04","modified_gmt":"2015-03-27T06:56:04","slug":"energieland-hessen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kiebitzgrund-aktiv.de\/?p=1970","title":{"rendered":"Energieland Hessen"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.spd-fraktion-hessen.de\/meldungen\/39789\/193403\/Thorsten-Schaefer-Guembel-Zweiter-Energiegipfel-jetzt.html\">Thorsten Sch\u00e4fer-G\u00fcmbel SPD<\/a> fordert einen zweiten (?) Energiegipfel in Hessen, JETZT ! Ach, da war ja mal was,&#8230;<\/p>\n<p>K\u00f6nnen Sie sich noch an den ersten <a href=\"http:\/\/www.energieland.hessen.de\/hessischer-energiegipfel\">Hessischen Energiegipfel<\/a> erinnern? Dieser wurde von Ministerpr\u00e4sident Volker Bouffier im Jahr 2011 &#8211; dem Jahr der Reaktorkatastrophe von Fukushima &#8211; begr\u00fcndet, um \u00fcber die wesentlichen Fragen der Energiewende zu beraten. Vier inhaltliche Arbeitsgruppen wurden gebildet:<\/p>\n<ul>\n<li>AG 1: \u201eAusbau eines zukunftsf\u00e4higen Energiemixes aus erneuerbaren und fossilen Energien in Hessen\u201c<\/li>\n<li>AG 2: \u201eIdentifizierung von Energieeffizienz- und Energieeinsparpotenzialen in Hessen\u201c<\/li>\n<li>AG 3: \u201eAnforderungen an eine verl\u00e4ssliche und versorgungssichere Energieinfrastruktur\u201c<\/li>\n<li>AG 4: \u201eGesellschaftliche Akzeptanz einer ver\u00e4nderten Energiepolitik in Hessen\u201c<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ausbau der erneuerbaren Energien, Forschung und Entwicklung verbesserter Speichertechnik, eine Technologie-Offensive um die Umstellung der hessischen Energieversorgung zu beschleunigen, verst\u00e4rkes Augenmerk auf Energieeffizienz richten, Entwicklung und Optimierung von F\u00f6rdermodellen,&#8230; gro\u00dfe Zielsetzungen. Aber was ist bis jetzt geschehen? Warum w\u00e4chst der Widerstand \u00fcberall gegen Windenergieanlagen, gegen neue Stromnetzplanungen?<\/p>\n<p>Die angestrebte <a href=\"http:\/\/www.energieland.hessen.de\/pdf\/abschlusspapier_ag_4.pdf\">&#8222;Gesellschaftliche Akzeptanz einer ver\u00e4nderten Energiepolitik in Hessen&#8220;<\/a> &#8211; Themenbereich der AG 4, sollten wir n\u00e4her beleuchten.<\/p>\n<ul>\n<li><strong>AG 4<\/strong>: Einbindung der Akteure \u2013 Erg\u00e4nzend zu den laufenden Ma\u00dfnahmen zur Akzeptanzf\u00f6rderung f\u00fcr den Ausbau erneuerbarer Energien werden Beteiligungsmodelle weiter optimiert. Dazu sind Planer und Investoren ebenso einzubinden wie B\u00fcrger und Verwaltungen. Es wird untersucht wie die Einbindung aller Akteure standardisiert werden kann, um die Akzeptanz nicht nur f\u00fcr einzelne Anlagen, sondern den gesamten Prozess der Umstellung der Energieversorgung zu steigern.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Im abschlie\u00dfenden Bericht dieser Arbeitsgruppe sind S\u00e4tze zu lesen wie:<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #ff6600;\">Die Arbeitsgruppe IV des Hessischen Energiegipfels h\u00e4lt die beschleunigte Energiewende und den damit verbundenen beschleunigten Ausstieg aus der Kernenergie f\u00fcr notwendig und geht davon aus, dass dies auch dem Wunsch der Mehrheit der Bev\u00f6lkerung entspricht&#8230;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #0000ff;\"><span style=\"color: #000000;\">Wir sagen: Durch das Reaktorungl\u00fcck in Japan wurde vielen Menschen erst bewusst, wie wichtig es ist, endlich aus der Atomenergie auszusteigen. Doch die Angst vor weiteren Katastrophen w\u00e4hrte nicht lange. Heute werden in unmittelbarer Nachbarschaft zu Deutschland neue Atomkraftwerke gebaut, die alten Reaktoren nicht abgeschaltet, sondern saniert. Jede produzierte Kilowattstunde muss (soll) weiterhin ins Netz, man wittert ein lukratives Stromhandel-Gesch\u00e4ft.<\/span><br \/>\n<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ff6600;\">Im Umsetzungsprozess auf dem Weg zu einer Energiewende wollen wir m\u00f6glichst wenige Eingriffe in die Umwelt zulassen, die Energieeffizienz steigern, m\u00f6glichst keine Importe von Atomstrom aus dem Ausland,&#8230;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #0000ff;\"><span style=\"color: #000000;\">Wir sagen: Wenige Eingriffe in die Natur kann nicht bedeuten, dass manche Regionen zugepflastert werden mit Windparks und Megastromtrassen in parallelen Mastenreihen. Einmal Trassenkorridor &#8211; immer Trassenkorridor. Ohne R\u00fccksicht auf die Landbev\u00f6lkerung wird das Ziel 2% der Landesfl\u00e4che f\u00fcr Windkraft zu nutzen angestrebt, da werden Regionen wie der bev\u00f6lkerungsarme Kiebitzgrund zum begehrten Ziel der Begierde &#8211; drei Windvorrangfl\u00e4chen, das ist hier die Devise, aus 2% werden dann schnell 14% des Gemeindegebietes. Keine Importe von Atomstrom? Auch nicht durch die &#8222;Hintert\u00fcre SuedLink&#8220;? Solange die EU den Bau von Atomkraftwerken f\u00f6rdert &#8211; auch mit deutschen Mitteln &#8211; klingt diese Aussage wie Hohn. Die \u00dcbertragungsleistung von SuedLink ist so hoch ausgelegt, dass Windstrom alleine nicht ausreichen w\u00fcrde &#8211; also, welchen Strom h\u00e4tten Sie gerne? Im Angebot: Atom- und Kohlestrom!<\/span><br \/>\n<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ff6600;\">Das Energiesystem ist so dezentral wie m\u00f6glich und so zentral wie n\u00f6tig auszugestalten&#8230;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #0000ff;\"><span style=\"color: #000000;\">Wir sagen: Durch das Abschalten der Atomkraftwerke wird ein gro\u00dfer Teil an Netzkapazit\u00e4ten frei, diese Leitungen k\u00f6nnten verst\u00e4rkt werden bevor man an einen gigantischen Neubau von Stromnetzen denkt, der Deutschland zum Transitland f\u00fcr den europ\u00e4ischen Stromhandel macht. F\u00fcr die Versorgungssicherheit in Deutschland braucht man diese SuedLink-Trasse nicht! Windstrom im Norden, kann die energieintensiven Regionen im Norden versorgen. Gaskraftwerke in Bayern k\u00f6nnen, zus\u00e4tzlich auch in einer erweiterten\u00a0 Kooperation mit \u00d6sterreichischen Wasserkraftwerken, den S\u00fcden versorgen. Zu &#8222;kurz&#8220; gedacht? Vielleicht nur regional? <\/span><br \/>\n<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ff6600;\">Wir vertrauen auf den technologischen Fortschritt, der uns auf diesem Weg begleiten wird. Technische Innovationen sind oft schneller als strukturelle Entscheidungen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Wir sagen: Technologische Fortschritte k\u00f6nnen nur erzielt werden, wenn Forschung und Entwicklung bestm\u00f6glich unterst\u00fctzt und gef\u00f6rdert werden. Unternehmen brauchen Planungssicherheit, damit Innovationen auch wirtschaftlich eine Chance bekommen und so zu einem erfolgreichen Zukunftsmodell werden k\u00f6nnen. Und ja, strukturelle Entscheidungen sollte man nicht treffen, wenn sie r\u00fcckw\u00e4rts gerichtet sind &#8211; wie der Bau von Freileitungsmasten.<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ff6600;\">Wir gehen davon aus, dass es in den n\u00e4chsten Jahren verst\u00e4rkte Anstrengungen im Bereich der Energieforschung geben wird, die leistungsf\u00e4higere Anlagen (Re-Powering) und Speicherkapazit\u00e4ten hervorbringen werden&#8230;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #0000ff;\"><span style=\"color: #000000;\">Wir sagen: Energieforschung braucht die vollste Unterst\u00fctzung von Politik und Wirtschaft, nur dann werden sich die n\u00f6tigen Erfolge zeitnah einstellen. Die Voraussetzungen sind schon durch ein voll funktionsf\u00e4higes Gasnetz in Deutschland gegeben, eine Energie-Speicherm\u00f6glichkeit ungeahnten Ausma\u00dfes. auch f\u00fcr &#8222;Windgas&#8220;.<\/span><br \/>\n<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ff6600;\">Die L\u00fccken, die der Ausstieg aus der Kernenergie hinterl\u00e4sst, m\u00fcssen auch durch konventionelle Gas- und Kohlekraftwerke modernster Technologie ausgeglichen werden. Das gebietet die Vernunft und unsere Verantwortung f\u00fcr den Wirtschaftsstandort Hessen&#8230;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #0000ff;\"><span style=\"color: #000000;\">Wir sagen: Kohlekraftwerke sind kein Zukunftsmodell mehr, denn der Bau neuer Kraftwerke wird neue Technologien verz\u00f6gern bzw. verhindern. Die Kohlelobby hat viel Einfluss, doch\u00a0 Klimaschutz darf nicht wirtschaftlichen Interessen geopfert werden. Der Handel mit CO2 Zertifikaten verf\u00e4lscht das Bild zus\u00e4tzlich und zeigt auf, welch geringen Stellenwert in anderen L\u00e4ndern\/Staaten eine Energiewende ala Deutschland hat.<\/span><br \/>\n<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ff6600;\">Unmittelbare Betroffenheit der Menschen und vorherrschende gesundheitliche \u00c4ngste sowie die sichtbaren Eingriffe ins Landschaftsbild k\u00f6nnen Widerst\u00e4nde und unter Umst\u00e4nden auch zeitliche Verz\u00f6gerungen hervorrufen&#8230;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #0000ff;\"><span style=\"color: #000000;\">Wir sagen: Es hat niemand das Recht auf uns B\u00fcrger zu zeigen und uns als Verhinderer der Energiewende hinzustellen, nur weil wir gegen diesen Stromnetzausbau massive Bedenken vorbringen. Solange die Diskussion \u00fcber SuedLink weder ehrlich, transparent und nachvollziehbar gef\u00fchrt wird, sch\u00fctzen wir unsere Familien indem wir im Widerstand nicht nachlassen. Wer das nicht verstehen will, schaue sich die <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek\/kanaluebersicht\/399020#\/beitrag\/video\/2364026\/Die-Strombauer\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>ZDF Reportage<\/strong><\/span><\/a>\u00a0 &#8211; <strong>Die Strombauer, vom 22.03.2015<\/strong>\u00a0 an und stelle sich vor, die f\u00fcr SuedLink geplanten Masten sind noch mindestens 20 m h\u00f6her und stehen in unmittelbarer N\u00e4he unserer H\u00e4user, umzingeln ganze D\u00f6rfer, durchqueren Wald und Felder. Be\u00e4ngstigende Bauwerke und nicht auf gesundheitliche Unbedenklichkeit gepr\u00fcft. <\/span><strong><span style=\"color: #0000ff;\"><span style=\"color: #000000;\">Pers\u00f6nliche Betroffenheit? Ja, nat\u00fcrlich.<\/span> <\/span><\/strong><\/span><\/p>\n<p>In der abschlie\u00dfenden <a href=\"http:\/\/www.energieland.hessen.de\/pdf\/erklaerung_landesregierung.pdf\">Erkl\u00e4rung der hessischen Landesregierung zum Energiegipfel<\/a> und den weiterf\u00fchrenden Sitzungen, steht im Mittelpunkt die Aussage:<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff6600;\"><strong>Die Energiewende muss f\u00fcr alle hessischen B\u00fcrger und Unternehmen sicher, sauber bezahlbar und gesellschaftlich akzeptiert umgesetzt werden.<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Wir sagen: Politik soll nicht verharmlosen, reden und versprechen. Politik soll zuh\u00f6ren, abw\u00e4gen, sich der Verantwortung bewusst werden und: <strong><span style=\"color: #000000;\">Gesetze \u00e4ndern!<\/span> Das f\u00f6rdert gesellschaftliche Akzeptanz!<\/strong><\/p>\n<h3>Ein zweiter Energiegipfel in Hessen? Wir B\u00fcrgerinitiativen sind dabei!<\/h3>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Thorsten Sch\u00e4fer-G\u00fcmbel SPD fordert einen zweiten (?) Energiegipfel in Hessen, JETZT ! Ach, da war ja mal was,&#8230; K\u00f6nnen Sie sich noch an den ersten Hessischen Energiegipfel erinnern? 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