{"id":1659,"date":"2015-01-29T09:33:28","date_gmt":"2015-01-29T08:33:28","guid":{"rendered":"http:\/\/kiebitzgrund-aktiv.de\/?p=1659"},"modified":"2015-01-30T13:59:44","modified_gmt":"2015-01-30T12:59:44","slug":"mein-strom-dein-strom-europas-strom","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kiebitzgrund-aktiv.de\/?p=1659","title":{"rendered":"Mein Strom, dein Strom, Europas Strom!"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Tausende von Seiten an Lesematerial zum Thema SuedLink bzw. <a href=\"http:\/\/www.netzausbau.de\/cln_1431\/DE\/Vorhaben\/BBPlG-Vorhaben\/BBPlG-Vorhaben-node.html\">Netzausbau<\/a> sollen uns in eindringlichen Worten erkl\u00e4ren, warum der Bau gigantischer Stromleitungen das Allheilmittel f\u00fcr die Energiewende sein wird. Die Erneuerbaren Energien werden das Land, die ganze Welt vor dem Klimawandel retten, aber dazu m\u00fcssen erst einmal Opfer gebracht werden. <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tr\/artikel\/Zu-lange-Leitung-2529066.html\">Stromautobahnen<\/a> der Superlative, weithin sichtbar \u00fcber Felder und W\u00e4lder, nachts blinkend und wegweisend f\u00fcr manchen Heimkehrer, der das Gl\u00fcck hat unter einem dieser Tausenden Masten zu wohnen &#8211; Das soll unsere vielversprechende Zukunft sein? In Tschechien strebt man f\u00fcr das uralte <a href=\"https:\/\/www.global2000.at\/stoppt-den-risikobetrieb-des-akw-dukovany-unserer-grenze\">Atomkraftwerk Dukovany<\/a> eine Laufzeitverl\u00e4ngerung an. Der Bau\u00a0 des britischen Atomkraftwerkes <a href=\"https:\/\/www.global2000.at\/news\/akw-hinkley-point-durch-steuern-finanziert\">Hinkley Point<\/a> wird von der EU subventioniert. Polen setzt weiterhin auf Kohle und auch in Deutschland sind fossile Brennstoffe weiterhin ein Thema. Der SuedLink wird auch f\u00fcr Kohle- und Atomstrom gebaut, die Vernetzung mit ganz Europa fragt nicht nach sauberer Energie.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was geschieht hier mit uns? Wie war das, mit Information und Dialog, den Zauberworten in dieser uns\u00e4glichen Geschichte? Politik ist nicht bereit uns zuzuh\u00f6ren, das mussten schon viele B\u00fcrgerinitiativen vor uns leidvoll erfahren. Wie oft k\u00f6nnen schon Erfolge verzeichnet werden? Wann werden \u00fcberhaupt Kompromisse geschlossen? Wo ist die Schlagzeile: B\u00fcrgerinitiative zufrieden, Ziel erreicht!? Gerade bei Gro\u00dfprojekten wie SuedLink sollte man eine effektive B\u00fcrgerbeteiligung erlauben um die n\u00f6tige Akzeptanz zu schaffen. Aber warum wird dieser Wunsch nicht ef\u00fcllt?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Politik in Stadt und Land braucht\u00a0 kein <a href=\"http:\/\/www.staedtetag.de\/imperia\/md\/content\/dst\/presse\/2015\/positionspapier_netzausbau_20150114.pdf\">gemeinsames Positionspapier<\/a> mit den \u00dcbertragungsnetzbetreibern zu erarbeiten, um Information und Dialog beim Netzausbau zu definieren, wenn man sich hinterher nicht an die Spielregeln h\u00e4lt. Die Strategen, die unser Land (unfehlbar!!!) f\u00fchren und regieren, gaukeln den Menschen Verst\u00e4ndnis vor, sprechen von Mitbestimmung. Aber gleichzeitig zieht sich die Schlinge unaufhaltsam zu, die Weichen werden erbarmungslos gestellt. Der Energiedialog in Bayern ist noch nicht abgeschlossen, da l\u00e4sst sich schon erkennen, <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bayern\/stromtrassen-in-bayern-aigner-im-energiestress-1.2318082\">Frau Aigner<\/a> wird\u00a0 Zugest\u00e4ndnisse machen, die von vielen Gemeinden gro\u00dfe Opfer abverlangen werden. Manchmal keimt Hoffnung bei den Trassengegnern auf, wenn sich ein wackerer B\u00fcrgermeister hinter seine W\u00e4hler stellt, wenn einige Landes- und Bundespolitiker versuchen ihre Kollegen zu \u00fcberzeugen, wenigstens kleine Zugest\u00e4ndnisse bei <a href=\"http:\/\/www.gruene-hessen.de\/landtag\/files\/2014\/11\/01093.pdf\">Mindestabst\u00e4nden<\/a> und Erdverkabelung einzur\u00e4umen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Betreiberfirma TenneT muss ihre Antr\u00e4ge nachbessern, ob sie die Bundesnetzagentur sogar ablehnen wird, ist h\u00f6chst unwahrscheinlich. Klingt dennoch hoffnungsvoll f\u00fcr viele Trassengegner,\u00a0 sollte aber niemanden in Sicherheit wiegen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Lange Zeit wurde von Seiten der Politik der wahre Grund f\u00fcr diesen \u00fcberdimensionierten Stromleitungsbau verschleiert. Erst in letzter Zeit, da man sich anscheinend seinem Ziel der Umsetzung dieser Megastromtrasse n\u00e4her sieht, werden Stimmen in diese Richtung lauter. Von der Europ\u00e4ischen Union als <a href=\"http:\/\/kiebitzgrund-aktiv.de\/?p=1086\">PCI (Project of common interest)<\/a> eingestuft, bekommen die \u00dcbertragungsnetzbetreiber und auch die Wirtschaftslobbyisten immer mehr R\u00fcckenwind. Um die absolute Notwendigkeit des Netzausbaus nachzuweisen, hat die Bundesnetzagentur\u00a0 schon vorsorglich ihren Internetauftritt \u00fcberarbeitet. Jetzt kann man \u00fcberall lesen, der Netzausbau ist auch dem europ\u00e4ischen Stromhandel geschuldet! L\u00e4nder\u00fcbergreifend, von Europa beschlossen. Solche Aussagen konnte man bisher nur bei genauer Recherche finden. (Vielleicht waren wir aber auch nur blind)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Strategie dient der Rechtfertigung. Die Suche nach dem Verantwortlichen an der Misere ist auf diese Weise\u00a0 schnell gekl\u00e4rt. Wir ahnen es, die Schuld wird von ganz unten (B\u00fcrger \u2192 Gemeinden \u2192 Landkreis \u2192 Landesregierung \u2192) Schritt f\u00fcr Schritt nach oben (Bundesregierung \u2192) gereicht. Und dann versteckt man sich hinter einer Europapolitik, die man zwar federf\u00fchrend mitgestaltet, aber in diesem Fall leider nicht beeinflussen kann. So einfach ist das.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es war einmal ein Energiekommisar in Br\u00fcssel namens <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2014\/27\/guenther-oettinger-energiekommissar\">G\u00fcnther Oettinger<\/a>, just zu der Zeit, als der SuedLink zum PCI ernannt wurde.\u00a0 &#8222;G\u00fcnther Apokalypse&#8220;, spotteten die Diplomaten der Mitgliedsl\u00e4nder (<em>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2014\/27\/guenther-oettinger-energiekommissar\">Die Zeit<\/a><\/em>), als er nach Fukushima einen Krisengipfel einberufen hatte. Doch keiner wollte auf ihn h\u00f6ren, denn seine Macht hatte Grenzen. So entscheiden alle Mitgliedstaaten nach wie vor selbst wie sie in Zukunft ihren Strom gewinnen wollen und die Energiewende k\u00fcmmert niemanden&#8230; Leider kein M\u00e4rchen, sondern Alltag.<\/p>\n<p>\u00a0So h\u00f6ren wir leise, aber be\u00e4ngstigend nahe die Erlk\u00f6nige unserer Zeit:<\/p>\n<blockquote><p><strong>&#8230;&#8220;Ich liebe dich, mich reizt deine sch\u00f6ne Gestalt;<br \/>\nUnd bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt.&#8220;&#8230;<br \/>\n<\/strong>(<i>Johann Wolfgang von Goethe, der Erlk\u00f6nig)<\/i><\/p><\/blockquote>\n<p>Ja, die sch\u00f6ne Gestalt &#8211; niemand wird in Abrede stellen, dass Deutschland eine landschaftliche Vielfalt aufweist, die es zu sch\u00fctzen gilt. Regelm\u00e4\u00dfige Beitr\u00e4ge in den Regionalprogrammen\u00a0 bringen uns die Sch\u00f6nheit der unterschiedlichsten Regionen nahe, Bilderbuchlandschaften und heile Welt. Nat\u00fcrlich wissen wir, dies ist nur ein Teil unseres Lebens. Aber es gibt ihn noch &#8211; und das ist unser Ansporn.<\/p>\n<p>M\u00fcssen wir uns dem europ\u00e4ischen Willen beugen ohne Einspruch gegen den gigantischen Netzausbau erheben zu k\u00f6nnen?<strong> Nein!<\/strong><\/p>\n<p>Braucht Deutschland\u00a0 dieses\u00a0 Stromnetz der Superlative, mit einer angedachten \u00dcbertragungsleistung von 10 Gigawatt = 10 Millliarden Watt? <strong>Nein!<\/strong><\/p>\n<p>Wer \u00fcber die K\u00f6pfe der Menschen hinweg entscheidet, braucht sich \u00fcber Widerstand nicht zu wundern. H\u00f6ren &#8211; aber nicht verstehen wollen. Versprechen &#8211; aber sich nicht verpflichtet f\u00fchlen. Entscheiden &#8211; ohne R\u00fccksicht zu nehmen.<\/p>\n<p>Das wollen und d\u00fcrfen wir uns nicht gefallen lassen. Die B\u00fcrgerinitiativen werden weiterk\u00e4mpfen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div style=\"position: fixed; left: -9999px; top: -9999px;\">Der DIHK betont in seinem Papier, es gebe aus Effizienzgr\u00fcnden keine bessere Alternative als den Netzausbau nach den vorliegenden Pl\u00e4nen und Gesetzen. &#8222;Der Netzausbau ist die g\u00fcnstigste Option, Versorgungssicherheit und eine Stromerzeugung zu wettbewerbsf\u00e4higen Preisen zu gew\u00e4hrleisten.&#8220; Daneben m\u00fcsse die grenz\u00fcberschreitende Netzinfrastruktur zu den Nachbarn ausgebaut werden, um den europ\u00e4ischen &#8222;Energiebinnenmarkt&#8220; zu vollenden.DIHK fordert z\u00fcgigen Ausbau der Stromnetze &#8211; Lesen Sie mehr auf:<br \/>\nhttp:\/\/www.donaukurier.de\/nachrichten\/wirtschaft\/Deutschland-Energie-Strom-DIHK-fordert-zuegigen-Ausbau-der-Stromnetze;art154664,3008480#plx1487728500<\/div>\n<div style=\"position: fixed; left: -9999px; top: -9999px;\">Der DIHK betont in seinem Papier, es gebe aus Effizienzgr\u00fcnden keine bessere Alternative als den Netzausbau nach den vorliegenden Pl\u00e4nen und Gesetzen. &#8222;Der Netzausbau ist die g\u00fcnstigste Option, Versorgungssicherheit und eine Stromerzeugung zu wettbewerbsf\u00e4higen Preisen zu gew\u00e4hrleisten.&#8220; Daneben m\u00fcsse die grenz\u00fcberschreitende Netzinfrastruktur zu den Nachbarn ausgebaut werden, um den europ\u00e4ischen &#8222;Energiebinnenmarkt&#8220; zu vollenden.DIHK fordert z\u00fcgigen Ausbau der Stromnetze &#8211; Lesen Sie mehr auf:<br \/>\nhttp:\/\/www.donaukurier.de\/nachrichten\/wirtschaft\/Deutschland-Energie-Strom-DIHK-fordert-zuegigen-Ausbau-der-Stromnetze;art154664,3008480#plx1487728500<\/div>\n<div style=\"position: fixed; left: -9999px; top: -9999px;\">Der DIHK betont in seinem Papier, es gebe aus Effizienzgr\u00fcnden keine bessere Alternative als den Netzausbau nach den vorliegenden Pl\u00e4nen und Gesetzen. &#8222;Der Netzausbau ist die g\u00fcnstigste Option, Versorgungssicherheit und eine Stromerzeugung zu wettbewerbsf\u00e4higen Preisen zu gew\u00e4hrleisten.&#8220; Daneben m\u00fcsse die grenz\u00fcberschreitende Netzinfrastruktur zu den Nachbarn ausgebaut werden, um den europ\u00e4ischen &#8222;Energiebinnenmarkt&#8220; zu vollenden.DIHK fordert z\u00fcgigen Ausbau der Stromnetze &#8211; Lesen Sie mehr auf:<br \/>\nhttp:\/\/www.donaukurier.de\/nachrichten\/wirtschaft\/Deutschland-Energie-Strom-DIHK-fordert-zuegigen-Ausbau-der-Stromnetze;art154664,3008480#plx1487728500<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tausende von Seiten an Lesematerial zum Thema SuedLink bzw. 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