{"id":1086,"date":"2014-11-09T22:27:04","date_gmt":"2014-11-09T21:27:04","guid":{"rendered":"http:\/\/kiebitzgrund-aktiv.de\/?p=1086"},"modified":"2014-12-27T11:10:35","modified_gmt":"2014-12-27T10:10:35","slug":"termine-termine","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kiebitzgrund-aktiv.de\/?p=1086","title":{"rendered":"Termine, Termine&#8230;"},"content":{"rendered":"<p>Der November ist vollgepackt mit Terminen rund um den Netzausbau und in unserer Region Fulda erhitzt nach wie vor die SuedLink-Trasse die Gem\u00fcter, eine der gr\u00f6\u00dften geplanten H\u00f6chststromleitungen Europas. Am 18. November sind einige Vertreter der B\u00fcrgerinitiativen nach Berlin eingeladen, um mit Netzbetreiber TenneT in einen erneuten &#8222;Dialog&#8220;\u00a0 zu treten.<\/p>\n<p>Der Netzentwicklungsplan wurde ja \u00fcberarbeitet und soll nun den B\u00fcrgerinitiativen vorgestellt werden. Die Fronten sind verh\u00e4rtet, es scheint keine M\u00f6glichkeit zu geben, einen Kompromiss auszuhandeln, der beiden Seiten gerecht werden kann. Warum auch? Solange die Debatte um die Stromautobahn SuedLink nicht fair gef\u00fchrt wird, kann man kein zufriedenstellendes Ergebnis erwarten.<\/p>\n<p>Bei den B\u00fcrgerinitiativen rauchen die K\u00f6pfe und man versucht Strategien zu entwickeln, um den SuedLink zu verhindern. Doch die Politik hat auf h\u00f6herer Ebene schon l\u00e4ngst entschieden:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/ec.europa.eu\/energy\/infrastructure\/pci\/pci_de.htm\"><strong>Abstimmung in der\u00a0 Europ\u00e4ischen Kommission zu:<br \/>\nEnergie &#8211; Energieinfrastruktur &#8211; Projekte von gemeinsamem Interesse (PCI<\/strong>)<\/a><\/p>\n<blockquote><p>Am 29. Oktober 2014 stimmten die Mitgliedstaaten f\u00fcr die Bereitstellung von 647 Mio. Euro f\u00fcr wichtige Energieinfrastrukturprojekte. Die Gelder gehen an 34 Ma\u00dfnahmen, die im Wege einer Ausschreibung im Rahmen der Fazilit\u00e4t &#8222;Connecting Europe&#8220; (CEF) ausgew\u00e4hlt werden. Die CEF ist mit einem Budget von 5,85 Mrd. Euro f\u00fcr die F\u00f6rderung transeurop\u00e4ischer Energieinfrastrukturen bis 2020 ausgestattet.<\/p>\n<p>Nach der Abstimmung muss die Europ\u00e4ische Kommission nun einen f\u00f6rmlichen Beschluss mit der Liste der kofinanzierten Ma\u00dfnahmen und den jeweils gew\u00e4hrten H\u00f6chstbetr\u00e4gen erlassen.<\/p>\n<p>Diese Ma\u00dfnahmen werden Projekte von einer im Oktober 2013 gem\u00e4\u00df den neuen Leitlinien f\u00fcr transeurop\u00e4ische Energieinfrastruktur ver\u00f6ffentlichten Liste mit 248 wichtigen Energieinfrastrukturprojekten vorantreiben. Dank der Einstufung als &#8222;Projekte von gemeinsamem Interesse&#8220; (PCI) kommen sie in den Genuss schnellerer und effizienterer Genehmigungsverfahren und einer verbesserten regulatorischen Behandlung.<\/p>\n<p>PCI m\u00fcssen einen wesentlichen Nutzen f\u00fcr mindestens zwei Mitgliedstaaten bieten, zur Marktintegration beitragen und den Wettbewerb f\u00f6rdern, die Energieversorgungssicherheit steigern und CO2-Emissionen reduzieren. Die PCI-Liste wird alle zwei Jahre aktualisiert.<\/p><\/blockquote>\n<p><a href=\"http:\/\/eur-lex.europa.eu\/legal-content\/DE\/TXT\/PDF\/?uri=CELEX:32013R1391&amp;from=DE\"><strong>PCI Nr. 2.10<\/strong><\/a><br \/>\n<strong>Inl\u00e4ndische Verbindungsleitung zwischen Brunsb\u00fcttel-Gro\u00dfgartach und Wilster-Grafenrheinfeld (DE) zur Erh\u00f6hung der Kapazit\u00e4t an den n\u00f6rdlichen und s\u00fcdlichen Grenzen.<\/strong><\/p>\n<p>Das sind die Fakten. Uns will man den SuedLink als Windstromleitung verkaufen, angeblich f\u00fcr die Versorgungssicherheit in Bayern unumg\u00e4nglich. Doch \u00fcbergeordnet allen nationalen Bed\u00fcrfnissen, ist der internationale Stromhandel. Egal, welcher Strom letztendlich durch die Leitungen flie\u00dfen wird, ob Kohle-, Atom- oder auch Windstrom, Hauptsache &#8222;der Rubel rollt&#8220;.<\/p>\n<p>Als PCI (=Project of common interest) eingestuftes Projekt unterliegt die SuedLink-Trasse\u00a0 (Wilster-Grafenrheinfeld) einem schnelleren Genehmigungsverfahren und somit k\u00f6nnen die B\u00fcrger perfekt ausgebremst werden. Unterst\u00fctzt von schlechter und verz\u00f6gerter Informationspolitik durch TenneT und Bundesnetzagentur werden die Einspruchm\u00f6glichkeiten derma\u00dfen erschwert, dass nur hartn\u00e4ckiger Widerstand am Ende erfolgreich sein kann.<\/p>\n<p><strong>Unser Appell:<\/strong><\/p>\n<blockquote><p>Auch wenn der Bedarf am Netzausbau festgestellt ist, es darf keine\u00a0 Monstertrassen durch Deutschland geben! Die Zukunft liegt in neuen Technologien, die bereits erprobt und einsatzbereit sind, die einen umweltvertr\u00e4glichen Netzausbau gew\u00e4hrleisten k\u00f6nnen und f\u00fcr die Menschen kein gesundheitliches Risiko darstellen.<\/p>\n<p>SuedLink soll \u00fcber Jahrzehnte hinweg den Stromhandel und die Versorgungssicherheit in Deutschland gew\u00e4hrleisten, also muss man sich bei der Planung am aktuellsten Stand der Technik orientieren. Die Welt ver\u00e4ndert sich in rasantem Tempo und es w\u00e4re eine fatale und unverantwortliche Entscheidung f\u00fcr nachfolgende Generationen, sich f\u00fcr ein bereits heute \u00fcberholtes System mit Freileitungsmasten zu entscheiden. Dabei die Zerst\u00f6rung von Natur, Landschaft und Lebensraum wissend in Kauf zu nehmen, ist gesellschaftspolitisch unverantwortlich.<\/p>\n<p>Jeder Mensch hat das Recht auf k\u00f6rperliche Unversehrtheit und wir sind definitiv nicht bereit, als Versuchskaninchen bei dem Projekt SuedLink missbraucht zu werden. Die gesundheitlichen Risiken sind eindeutig vorhanden und solange keine fundierten Angaben zu Wahrnehmungs-, Bel\u00e4stigungs-, Schmerz- und Gef\u00e4hrdungseffekten durch HG\u00dc-Technik m\u00f6glich sind, lehnen wir Freileitungen ab.<\/p>\n<p>Da weder TenneT noch die Bundesnetzagentur die behaupteten hohen Mehrkosten der Erdverkabelung gegen\u00fcber Freileitungen belegen und erkl\u00e4ren k\u00f6nnen, fordern wir Aufkl\u00e4rung \u00fcber die zugrunde liegende Kostenkalkulation. Denn wir zweifeln daran, dass es bereits eine seri\u00f6se Kostenberechnung gibt.<\/p><\/blockquote>\n<p>Der Netzausbau wird uns viel Geld kosten. Doch in Anbetracht der Subventionen f\u00fcr Windkraft und auch der Kostenbefreiung f\u00fcr viele energieintensive Wirtschaftsunternehmen, die wir &#8222;normalen Stromverbraucher&#8220;\u00a0 bzw. Steuerzahler, Jahr f\u00fcr Jahr bereits stemmen m\u00fcssen, werden sich die Mehrkosten f\u00fcr Erdverkabelung relativ gering halten. Mit dem Unterschied, dass wir diesmal f\u00fcr unsere Gesundheit und unsere Lebensqualit\u00e4t zahlen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Hessen ist bei SuedLink lediglich Transitland, Bayern pr\u00fcft zurzeit den Bedarf der Trasse\u00a0 und setzt auf dezentrale Stromversorgung. <a href=\"http:\/\/www.nachhaltige-produktion.de\/energie-ressourcen\/articles\/409317\/\">&#8222;Power to Gas&#8220;<\/a> ist nach wie vor ein viel diskutiertes Thema und findet immer mehr Bef\u00fcrworter. \u00d6kostrom in Gas umwandeln und dadurch speicherbar machen, diese zukunftstr\u00e4chtige Speichermethode hat eine enorme Bedeutung f\u00fcr die 100%ige Versorgung Deutschlands mit erneuerbaren Energien und wird von einem Forschungsverbund aus Unternehmen und Instituten auf ihre Eignung f\u00fcr die Energiewende \u00fcberpr\u00fcft. Noch ist die Netzsicherheit in Deutschland gew\u00e4hrleistet und so sollte man zumindest die in absehbarer Zeit, voraussichtlich in einem halben Jahr anstehenden Ergebnisse zu diesem <a href=\"http:\/\/www.zsw-bw.de\/uploads\/media\/JUWI-u-co_PtG_Pressemitteilung_20130429.pdf\">Forschungsprojekt<\/a> abwarten, denn immerhin wird es auch durch das Bundesumweltministerium gef\u00f6rdert.<\/p>\n<p>Daher ist es gerade zum jetzigen Zeitpunkt \u00e4u\u00dferst wichtig &#8211; und hier sind eindeutig die Politiker aller Parteien gefragt &#8211;\u00a0 besonnen und verantwortungsvoll mit dem Thema Netzausbau umzugehen und keine vorschnellen Entscheidungen zu treffen, nur weil Monopolisten und Lobbyisten Angst vor Macht- und Gewinnverlust haben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div style=\"position: absolute; left: 118px; top: 594.4px; font-size: 18.4px; font-family: sans-serif; transform: rotate(0deg) scale(1.07904, 1); transform-origin: 0% 0% 0px;\" data-canvas-width=\"507.72324627006645\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"Helvetica\"><\/div>\n<div style=\"position: absolute; left: 625.799px; top: 594.4px; font-size: 18.4px; font-family: sans-serif; transform: rotate(0deg) scale(1.05932, 1); transform-origin: 0% 0% 0px;\" data-canvas-width=\"248.19979292084594\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"Helvetica\"><\/div>\n<div style=\"position: absolute; left: 118px; top: 626px; font-size: 18.4px; font-family: sans-serif; transform: rotate(0deg) scale(1.07658, 1); transform-origin: 0% 0% 0px;\" data-canvas-width=\"457.02407424113494\" data-angle=\"0\" data-font-name=\"Helvetica\"><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der November ist vollgepackt mit Terminen rund um den Netzausbau und in unserer Region Fulda erhitzt nach wie vor die SuedLink-Trasse die Gem\u00fcter, eine der gr\u00f6\u00dften geplanten H\u00f6chststromleitungen Europas. Am 18. November sind einige Vertreter der B\u00fcrgerinitiativen nach Berlin eingeladen, um mit Netzbetreiber TenneT in einen erneuten &#8222;Dialog&#8220;\u00a0 zu treten. 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