Antrag für SuedLink am 3. November

DER COUNTDOWN LÄUFT

Lange Zeit herrschte Stillschweigen seitens TenneT was den Zeitpunkt der Antragseinreichung bei der Bundesnetzangentur angeht. Ein vages „voraussichtlich im Herbst“ war das einzige, was den Bürgern auf Anfrage zugespielt wurde. Nun kommt Licht ins Dunkel. Tennet bestätigte am Donnerstag einen Bericht der in Bielefeld erscheinenden Zeitung «Neue Westfälische» wonach  die Unterlagen zum Bau der umstrittenen Höchstspannungsleitung SuedLink am 3. November bei der Bundesnetzagentur eingereicht werden sollen. Wenn der Antrag gestellt ist, beginnt die Bundesfachplanung und  mit ihr die vierte Entscheidungsstufe des Planungsverfahrens für den Netzausbau.

Es wird also ernst, der Countdown für den Widerstand gegen die von Norddeutschland bis Bayern ausgelegte Stromtrasse läuft. Jetzt wird sich zeigen, was es mit  dem vielzitierten Dialogverfahren zwischen Netzbetreiber und Bürgern auf sich hat. Denn wenn TenneT bei den erneuten Informationsveranstaltungen nur die Gelegenheit nutzt die Bevölkerung vor vollendete Tatsachen zu stellen, wenn die Änderungsvorschläge seitens der Kommunen und betroffenen Bürger bzgl. des Trassenverlaufs kein Gehör gefunden haben, dann wird es Zeit über rechtliche Schritte nachzudenken.

NEUER TERMIN ZUM PLANUNGSSTAND

Am Dienstag, 30. September 2014, wird Netzbetreiber TenneT die Weiterentwicklung der Planungen zur SuedLink-Trasse vorstellen. Die Veranstaltung findet von 17.00 bis 20.00 Uhr in der Münsterfeldhalle im Münsterfeld in Fulda statt.

Netzbetreiber TenneT lädt Bürgerinitiativen und Bevölkerung ein, um die Auswertung der ersten Bürgerbeteiligung vorzustellen. Was ist bisher geschehen? Rund 3000 Hinweise von Bürgern wurden von Genehmigungs- und Planungsexperten gesichtet und geprüft. Ob unsere Einwände und Alternativvorschläge dabei berücksichtigt wurden, wird sich jetzt zeigen. Es fühlt sich an, wie ein Kampf David gegen Goliath, aber „Kiebitzgrund-aktiv“ wird sich weiterhin am Protest gegen SuedLink beteiligen und versuchen, gemeinsam mit anderen Mitstreitern eine für unsere Region verträgliche Lösung zu finden. Immer unter der Voraussetzung, dass Netzbetreiber TenneT wirklich den Dialog mit der Bevölkerung sucht.

DER WIDERSTAND FORMIERT SICH

Es tut sich was im Land! Und es tut sich was im Kiebitzgrund! War bisher das Thema SuedLink nur wenigen ein Dorn im Auge, beginnen sich nun immer mehr Menschen (und das mit Recht!) Sorgen um die negativen Auswirkungen der geplanten Gleichstromtrasse in ihrer nächsten Umgebung zu machen. Als Randgebiet im Landkreis von der Politik mehr oder weniger vernachlässigt, kann es nicht sein, dass die Lebensumstände der Bürger auf den Dörfern praktisch unberücksichtigt bleiben. Wer Landflucht beklagt, muss auch bereit sein, sich für die Menschen dort einzusetzen.

Natürlich leben wir in einem siedlungsarmen Gebiet, sonst könnten wir nicht von „Landbevölkerung“ sprechen. Der Kiebitzgrund liegt im Herzen von Deutschland, nach Auffassung des Netzbetreibers TenneT auf der idealen Nord-Süd-Verbindung für eine Stromtrasse. Dazu muss man keine Studien in Auftrag geben und keine Statistiken erstellen, das sind einfache geografische Fakten. Aber bestimmt kein Freibrief!

Dennoch haben wir die gleichen Rechte wie alle anderen Staatsbürger. Und dazu zählt auch, dass man unsere Bedenken ernst nimmt und einen fairen Dialog mit uns führt, gerade bei Entscheidungen die unser Leben so drastisch verändern werden.

Wir Steuerzahler finanzieren die Energiewende, also müssen wir auch die Notwendigkeit der angestrebten Großprojekte nachvollziehen können. Dies ist bei SuedLink nicht der Fall. Denn die wahren Gründe werden verschleiert: Stromhandel europaweit, Bevorzugung von Kohlestrom gegenüber erneuerbaren Energien, gestützt auf eine fragwürdige Bedarfsanalyse. Die Behauptung, es sind keine gesundheitlichen Auswirkungen zu erwarten ist mangels an geeigneten Studien und wissenschaftlichen Erkenntnissen schlichtweg verantwortungslos.

Politik im Großen und im Kleinen sollte sich immer wieder vor Augen führen, aus Bürgern werden bald wieder Wähler. Mitspracherecht bei wichtigen Entscheidungen sollte selbstverständlich sein. Doch man hat eher den Eindruck, dass sich die Kommunen im Landkreis Fulda gegenseitig den viel zitierten „Schwarzen Peter“ zuschieben, während der Netzbetreiber TenneT weiterhin in aller Ruhe an der Antragsstellung für die Bundesfachplanung arbeitet.

Dies muss verhindert werden! Gemeinsame Aktionen aller Bürger und Vereine des Kiebitzgrundes können den Widerstand gegen die SuedLink-Trasse unterstützen und verleihen somit auch einer bevölkerungsarmen Region eine laute Stimme! Alle, die bisher noch keinen Einwand gegen die geplante Trasse erhoben haben, sollten dies schnellstens tun:

Ein kleiner Klick im Netz, aber ein wichtiges Zeichen des Protestes!

Wie erfolgreicher Bürgerprotest noch aussehen kann, zeigt ein bereits im Februar ausgestrahlter Bericht in der ARD-Sendung Monitor. Nehmen wir uns ein Beispiel an unserem Nachbarn Bayern, dort konnte durch den massiven Widerstand der Bevölkerung bereits ein Teilerfolg gegen die geplante Süd-Ost-Trasse erzielt werden.

SuedLink – Geschichte einer Monstertrasse

Worum geht es?

Bundesnetzausbau, Streitpunkt Stromtrasse SuedLink. In dem umstrittenen Projekt fragen regional Betroffene seit Wochen nach Details zur bevorzugten Trasse. Bislang vergeblich. Daher ist es Zeit, Aufklärung zu betreiben und eine stärkere Präsenz in der Öffentlichkeit zu zeigen!

SuedLink ist ein Gemeinschaftsprojekt der beiden Übertragungsnetzbetreiber TenneT und TransnetBW. Mit insgesamt ca. 800 Kilometern Länge handelt es sich um das größte Infrastrukturprojekt der Energiewende. Die Verbindung zwischen Wilster bei Hamburg und Grafenrheinfeld in Bayern ist bereits in den Bundesbedarfsplan aufgenommen worden. Zunächst wird die Bundesfachplanung für die Verbindung von Wilster nach Grafenrheinfeld eröffnet. Die Antragsstellung ist noch für den Herbst 2014 geplant. Bei SuedLink handelt es sich um ein länderübergreifendes Vorhaben. Die Bundesnetzagentur entscheidet letztendlich über den Bau der Stromtrasse.

Im Jahr 2022 soll die SuedLink Trasse in Betrieb gehen, rechtzeitig zur Abschaltung der letzten Atomkraftwerke. Bis dahin werden weithin sichtbare Schneisen durch Wälder, Felder, Dörfer, Städte gezogen, Erdbewegungen unvorstellbaren Ausmaßes werden ganze Landschaften über Jahre hinweg zerstören. Transportstraßen müssen gebaut werden, schweres Gerät und Material wird täglich transportiert werden. Lärm und Umweltverschmutzung werden zu unseren täglichen Herausforderungen zählen. Waren wir bisher schon entsetzt, was die wirtschaftliche Nutzung unserer Wälder angerichtet hat und weiterhin anrichtet, durch das Riesenprojekt SuedLink wird unsere Natur, Lebensraum von Tier und Mensch für immer zerstört. Jetzt, wo die Renaturierungsmaßnahmen, die durch den Bau der Bahntrasse erforderlich waren, langsam zu greifen beginnen, wird die Monstertrasse SuedLink eine derart große Umweltbelastung darstellen, dass das Projekt für viele Tiere zum Überlebenskampf werden wird, den nicht alle gewinnen werden. Und wir Menschen?

„[…] Es gibt noch acht Atomkraftwerke die laufen. Ich will, dass sie abgeschaltet werden und dann muss man irgendwann auch die Frage beantworten: Wie bekommt man den Strom dahin, wo er gebraucht wird?“, so Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al Wazir gegenüber dem Hessischen Rundfunk.

 Aber: Es stellen sich noch ganz andere Fragen die beantwortet werden wollen:

  • Warum spricht niemand davon, dass durch den Ausbau der Stromnetze hauptsächlich der Handel mit Strom vorangetrieben wird?
  • Warum gibt niemand zu, dass es sich vordergründig um wirtschaftliche Interessen handelt? Um Geld verdienen zu einem hohen Preis, der von den Menschen bezahlt wird, die dann für immer von den Strommasten umzingelt sind?
  • Warum werden die gesundheitlichen Risiken klein geredet, wo es sich doch um ein Pilotprojekt handelt und keine Langzeitstudien zum Thema der gesundheitlichen Auswirkungen von Gleichstrom existieren?
  • Warum warnt uns niemand vor elektrostatischen Störungsfeldern, vor entstehenden Raumladungswolken, die eine Beeinträchtigung von Antennen- und Satellitenempfang zur Folge haben werden?
  • Was ist das für eine Energiewende, wenn künftig durch ein riesiges europaweites Stromnetz Atomstrom aus dem Ausland und schmutziger Kohlestrom transportiert werden soll?
  • Warum sind wir Dorfbewohner Menschen zweiter Klasse? Alle Nachteile des Landlebens nehmen wir in Kauf, weil wir entweder hier geboren sind oder die Natur lieben und als schützenswert erachten, warum missachtet man unsere begründeten Bedenken gegen dieses Milliardenprojekt SuedLink?

Ja warum?

Weil unsere Stimme nur im Wahlkampf zählt. Weil man mit unseren Steuergeldern gerne milliardenschwere Versuchsprojekte finanziert. Weil im Falle einer Fehlinvestition niemand zur Verantwortung gezogen wird. Weil wir erst informiert werden, wenn es zu spät ist.

Wir leben auf dem Land, aber nicht hinterm Mond! Wir müssen beweisen, dass wir kämpfen können. Jeder einzelne, alle zusammen für das gleiche Ziel:

Keine SuedLink-Trasse durch den Kiebitzgrund!

 

Auswirkungen des Projekts SüdLink auf die Natur

Naturschutz fängt vor der eigenen Haustür an. Doch immer mehr natürliche Lebensräume werden zerstört, Regeln zur behutsamen Nutzung der Natur werden gebrochen.

Die geplante SuedLink HGÜ-Leitung der Fa. TenneT durch den Kiebitzgrund wird die aufwendigen Renaturierungsmaßnahmen der letzten Jahre (notwendig geworden durch den Bau der Schnellbahntrasse) zunichte machen. Zu einem Zeitpunkt, an dem sich Flora und Fauna langsam zu erholen scheinen, steht ein Riesenprojekt an, das ganze Landstriche über Jahre in eine Baustelle verwandeln wird.

Wer sich die Zeit nimmt und einmal in den Vogelsberg fährt, kann an den derzeitigen Baumaßnahmen für den neuen Windpark Berngerode bei Rimbach erkennen, welche Maßnahmen für solche Großprojekte nötig sind. Werden die Windräder dort weitab von bewohntem Gebiet gebaut, haben wir die Baustelle dann direkt vor der Haustür. Wiesen, Felder, Waldwege, umfunktioniert in riesige Materiallagerplätze und Baustraßen. Staub, Dreck, Lärm. Die SuedLink-Trasse ist nicht auf ein Gebiet beschränkt, auf ihrem Weg quer durch Deutschland zieht sie eine Schneise der Verwüstung durch den ganzen Kiebitzgrund.

Unser Wald ist, im Vergleich zu anderen Waldgebieten in Hessen, eigentlich ein Wäldchen. Kein Naturschutzgebiet, kein touristischer Anziehungspunkt. Aber deshalb nicht schützenswert? Viele Vogelarten, die auch schon vom NABU zum „Vogel des Jahres“ ernannt wurden, leben hier. Müssen wir erst über „Vom Aussterben bedroht“ sprechen, bevor ein Umdenken stattfindet?

Der Grünspecht z.B., Vogel des Jahres 2014, nicht vom Aussterben bedroht – soll man in diesem Fall sogar leider sagen? – aber angewiesen auf alte Bäume um seine Höhlen anlegen zu können, fühlt sich bei uns wohl und ist gern gesehener Gast im Garten, da gerade Ameisen zu seiner Lieblingsspeise zählen. Doch wie lange wird er noch bleiben?

Der Rotmilan, noch zieht er seine Kreise über unserem Wald und den angrenzenden Wiesen und Äckern. Bereits im Jahr 2002 wurde er in die Vorwarnliste gefährdeter Brutvögel in Deutschland aufgenommen. Stromtrassen stellen eine erhebliche Gefahr für diesen großen Greifvogel dar.

Oder der Kiebitz. Während des Winters und der Zugzeit halten sich Kiebitze gerne auf abgeernteten Feldern und gepflügten Äckern auf. So kann man auch im Kiebitzgrund (wie der Gebietsname schon verdeutlicht) in manchen Jahren Scharen von Kiebitzen (sehr eindrucksvoll zuletzt im Jahr 2013) auf den Feldern von Langenschwarz, Hechelmannskirchen, Großenmoor über Schlotzau bis hin ins benachbarte Michelsrombach beobachten. Das wird es in Zukunft nicht mehr geben.

Auch Kraniche und Wildgänse führt der jährliche Vogelzug direkt über den Kiebitzgrund. Wie wird sich die Stromtrasse auf ihre Flugsicherheit und ihr Verhalten auswirken?

Da der Wald durch die Forstwirtschaft bereits ökonomisch genutzt wird, können sich die heimischen Tiere immer schwerer in ihrem natürlich angestammten Lebensraum zurechtzufinden. Auch die Fauna leidet. Konnte man sich vor einigen Jahren noch über ertragreiche Pilzgebiete freuen, sind sie inzwischen durch den Einsatz der schweren Gerätschaften im Wald dauerhaft zerstört worden. Sogar Heidelbeersträucher wurden professionell abgeschnitten und massenweise vermarktet.

Jetzt auch noch eine Megastromtrasse? Ein Pilotprojekt, ohne ausreichende Bedarfsanalyse, ohne Erfahrungswerte. Gerade von einem GRÜNEN Wirtschaftsminister in Hessen hätte man erwarten können, dass er solche Einschnitte in die Natur kritischer betrachtet.

Wir kämpfen für unsere Zukunft

Ich lebe nun schon seit 31 Jahren in der Gemeinde Burghaun (OT Schlotzau) und habe in dieser langen Zeit die Menschen und das Leben auf dem Land schätzen gelernt. Der Alltag für die Bevölkerung des Kiebitzgrundes ist allerdings mit vielen Einschränkungen verbunden. Wenig Arbeitsplätze, keine Einkaufsmöglichkeiten, eingeschränkte gesundheitliche Versorgung, schlechte Infrastruktur, diese Liste könnte noch lange fortgesetzt werden.

Warum leben wir also hier? Weil wir entweder hier geboren sind oder weil wir wissen, dass das Leben auf dem Land einen unschätzbaren Wert besitzt. Ruhe, Erholung, natürlicher Lebensraum, Entschleunigung des Alltags. Eine Flut an Zeitschriften und Hochglanzmagazinen steigert jährlich ihre Auflagen, weil sie den Menschen die Schönheiten einer unberührten Landschaft nahebringen und damit viele Sehnsüchte wecken.

Heile Welt? Bestimmt nicht! Denn der vielgepriesene wirtschaftliche Fortschritt macht vor unseren Dörfern nicht halt. Obwohl schon umzingelt von der Autobahn A7 im Osten, der ICE-Strecke im Westen und einer Bahnstromtrasse quer durch den Kiebitzgrund Richtung Süden, werden die Begehrlichkeiten aus Politik und Wirtschaft immer lauter. Unser Wald, Naherholungsraum und Rückzugsort für bedrohte Tiere, wird von der Forstwirtschaft intensiv genutzt und hat in den letzten Jahren sehr gelitten. Als Windkraftvorzugsfläche sind wir im Gespräch und eine Gasleitung verläuft ebenfalls durch unser Gebiet.

Und dann gibt es ja noch das Milliardenprojekt SuedLink. Das ehrgeizige Projekt zum Stromnetzausbau der Bundesregierung im Zuge der Energiewende. Informationen dazu finden Sie auf dieser Seite zur Genüge.

In meiner Ursprungsheimat Osttirol sind die Menschen schon seit Jahrzehnten im aktiven Widerstand gegen die Zerstörung der Natur. Mit viel Engagement versuchen sie Staumauern, Flussumleitungen, Verbauungen und Raubbau zu verhindern. Ein schwieriger Kampf, denn auch dort sind die wirtschaftlichen Interessen groß, die Aussicht auf schnellen Profit verlockend. Aber einmal zerstört, gibt es kein Zurück mehr, die Natur gerät aus dem Gleichgewicht.

Doch der Kampf lohnt sich, hier wie dort. Machen wir uns gegenseitig Mut und verlassen die scheinbare Wohlfühlzone der Anonymität, erheben wir unsere Stimme für ein gemeinsames Ziel: Schützen wir unsere Heimat vor Profitgier und Zerstörung, damit unsere Dörfer eine Zukunft haben!

Herzlichst
Maria Quanz

Bundesnetzausbau: So wird der Kiebitzgrund unter Strom gesetzt

Die Energiewende wird sichtbar: Bis 2022 soll eine 800 Kilometer lange Stromtrasse durch Deutschland gebaut werden. Die Netzbetreiber TenneT und TransnetBW präsentierten am 05. Februar 2014 einen ersten Vorschlag für die 800 Kilometer lange Haupttrasse des Projekts „SuedLink“ – und ein größerer Teil der Route führt auch durch Hessen, genauer gesagt: Direkt durch den Kiebitzgrund.

Die geplante Stromtrasse soll parallel zur vorhandenen Stromtrasse (30m Höhe) verlaufen, die Strommasten aber um ein Vielfaches höher (70 Meter hoch, Korridor 40m breit). Der Eingriff in Natur und Umwelt,in die Lebensqualität und Gesundheit der Bevölkerung im Kiebitzgrund ist immens.

Seit der Informationsveranstaltung der Firma TenneT in Langenschwarz am 24. Juli 2014 steht fest: Der geplante Trassenkorridor wird das Leben in unseren Dörfern im Kiebitzgrund für immer negativ verändern. Doch im Gegensatz zu anderen Gemeinden und Städten in denen Bürgerinitiativen und Vereine schon erste konkrete Erfolge beim Widerstand gegen die Südlink-Stromautobahn verzeichnen können, scheint der Protest im Kiebitzgrund noch nicht ausreichend organisiert zu sein. Oder drastischer formuliert: Der Kiebitzgrund schläft.

Warum geht kein Aufschrei durch die Bevölkerung? Warum erfolgt keine ausführliche Stellungnahme in den Medien? Warum gibt es keine gemeinsamen Aktionen, die unsere ablehnende Haltung gegenüber dieser Monstertrasse eindrucksvoll unterstreichen würden? Warum setzt sich die Politik nicht für die Interessen der Bürger ein? Wo bleibt die Transparenz der bisherigen Bemühungen der Gegenbewegung?

Es ist Zeit, die Diskussion zu beginnen. Und zwar: öffentlichkeitswirksam, gemeinsam und mit einem klaren Ziel vor Augen.

Weiterführende Links

Von Politik, Betreiber und Bürgern aus anderen Regionen gibt es etliche Stellungnahmen im Internet. Lesenswerte Informationen sind unten aufgelistet. Nun gilt es, auch den Interessen der Bürger im Kiebitzgrund Aufmerksamkeit und eine Stimme zu verleihen!